Seit Jahren kursieren Warnungen vor (angeblichen) Viren, die sich per E-Mail
verbreiten sollen. Diese "Warnungen" werden meist von gutgläubigen Menschen
verbreitet, die diese per E- Mail von ihresgleichen erhalten haben. Sie zeigen
dabei oft sogar ein Engagement, das man sich sonst nur wünschen könnte, im
Glauben, sie täten den Adressaten einen Gefallen, in dem sie sie vor
gefährlichen Viren warnen. Die Empfänger werden aufgefordert, E-Mails, die
im Betreff (subject) einen der weiter unten genannten Begriffe enthalten,
nicht zu lesen sondern sofort zu löschen. Andernfalls würde ein Virus furchtbare
Dinge mit dem Rechner des Empfängers anrichten.
In gleicher Weise (als Kettenbriefe) werden auch andere Falschmeldungen
unterschiedlichster Art verbreitet.
Fakt ist, dass alle diese Warnungen keinen ernstzunehmenden Hintergrund
haben (was die Gefährlichkeit der vermeintlichen Viren angeht). Es handelt
sich wohl mehr um ein soziologisches Phänomen. Es gibt die E-Mails, vor denen
gewarnt wird, meist gar nicht. Diese Warnungen werden Hoaxes genannt (engl.
hoax, altengl. hocus: Scherz, Falschmeldung). Vielmehr stellen diese
"Warnungen" die eigentlichen Viren dar, denn sie richten erheblichen Schaden
an, in dem sie Menschen verunsichern und Arbeitszeit binden (z.B. auch meine
gerade). Außerdem belasten sie durch ihre nicht geringe Zahl das Internet
durch nutzlosen Datenverkehr (zugegeben, da gibt es noch mehr Dinge, auf die
das zutrifft).
Generell werden nie echte Virus-Warnungen auf diese Weise in die weite Welt
geschickt!
Sehr wohl können aber Viren in Dateianhängen (Attachments) von E-Mails
enthalten sein.
Wer wissen will, woran er ist, sollte auf der Hoax- Seite der TU Berlin vorbei
schauen: