Vater und Mutter ehren

22. Januar 2012

Oder: Von der Last des Alterns:

 

Passend zum Dekalog, zur Einheit ‘Mensch sein und an einigen anderen Stellen…

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Amazon-Rezensionen

13. Januar 2012

Wenn ich mir ein Buch kaufen möchte, schaue ich in der Regel bei Amazon nach, was andere dazu geschrieben haben. So eine Kundenbewertung kann für mich eine wichtige Entscheidungshilfe für oder gegen den Kauf sein.

Aaaaber… Das Ganze funktioniert nur, wenn es ein ehrliches Spiel ist. Und ich habe zunehmend den Eindruck, dass negative Kritik unterdrückt wird. Mit negativ meine ich nicht niveaulos, polemisch oder polternd, sondern die Nennung wenig überzeugender Punkte an einem Produkt.

Mir ist es nun zum zweiten Mal passiert, dass ich zu einem wenig überzeugenden Buch etwas geschrieben habe, die geringste Zahl von Sternen vergeben habe – und die Rezension nicht zugelassen wurde. In beiden Fällen wäre es die erste Kundenrezension gewesen.

Klar, das ist kein tolles Verkaufsargument, eine Rezension und die ist mies, aber wenn das Buch nicht mehr hergibt, ist das angemessen. In Zukunft werde ich keine Amazon-Bewertungen mehr abgeben, sondern hier schreiben, was ich von einem Buch halte.

Auslöser war dieses Mal das Buch Lebendige Tafelbilder von Stephan Sigg, erschienen bei Auer zum Preis von 22,90 Euro. Hier meine Anmerkungen:

Tafelbilder zu entwerfen ist keine leichte Aufgabe. Wenn sie dann jedoch “schwer überschaubare Sachverhalte, komplizierte Über- und Unterordnungsverhältnisse… veranschaulichen und verdeutlichen” – wie es dem Autor in der Einleitung vorschwebt, wären die 22,90 Euro für 54 Tafelbilder eine gute Investition. (Vielleicht habe ich mich ja verzählt, aber auf die ‘über 60 Tafelbilder’, die der Verlag auf der Umschlagsseite ankündigt, bin ich nicht gekommen).
Für mich sind in dem dünnen Buch leider nur sehr wenige brauchbare Tafelbilder zu finden. Manche scheinen mir nicht sehr lebendig zu sein, sondern einfache Aufzählungen, die durch Einfügen von Pfeilen oder Klammern aufgepeppt worden sind (z.B. 2.1 Was wissen wir über Paulus). Andere sind völlig charmefrei, wie z.B. 2.3 Welche Aufgaben erfüllt die Kirche? – Ein Dreieck mit Liturgie, Diakonie und Martyria (tolle und kreative Idee), an das noch dürre Pfeilchen mit konkreten Beispielen angeheftet worden sind.
Klassiker (der Jahreskreis – 2.4 Kirchenjahr – in der 112. Version) sind ebenso zu finden, wie Tafelbilder, deren innere Logik nicht unbedingt eindeutig zu sein scheint (z.B. 4.13 Schuld).
Die Dreifaltigkeit als Tafelbild finde ich mutig. Ob die Darstellung Schülern wirklich zu einem klareren Verständnis hilft?
Es sind aber auch etliche brauchbare Vorschläge zu finden. Insgesamt habe ich in den Wochen nach dem Durchschauen und Lesen des Buches gemerkt, wie ich meine eigenen Tafelbilder bewusster gestalte und auch mehr ausprobiere. Dabei waren die guten und weniger guten Beispiele des Buches durchaus hilfreich.
Den Preis von 22,90 Euro ist mir das Buch allerdings nicht wert. Da hilft auch die beigelegte CD nicht. Was soll ich denn mit einem Tafelbild als Word-Datei?

 

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Frauenmacht in der Kirche

8. Januar 2012

Furchtbar mit diesen Frauen in der Kirche, oder? Hier:


Das ist einfach sehr gut gemachte Werbung :-) Mal schauen, ob wir von unseren österreichischen Nachbarn lernen können, wenn wir hier die nächsten Pfarr- bzw. Kirchengemeinderatswahlen haben. Die Spots lassen sich auch sehr gut im Rahmen der Kircheneinheit in der Kursstufe einsetzen, denke ich.

 
Hier sind noch zwei weitere Spots dazu:


 

 
Ein herzlicher Dank an Andrea für diesen Hinweis. Weitere Infos dazu hier.

 

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Über Dialoge

7. Januar 2012

Interessante Aussagen zum Dialogprozess von Erzbischof Robert Zollitsch finden sich in einer Publikation von KAMP. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral. In Euangel 2/2011 (hier zum Download als PDF) finden sich auf den Seiten 29 und 30 einige ‘Aspekte’ zu einem Dialog im Licht des Evangeliums:

1. Dialog ist eine Grundhaltung:

Dialog ist nicht nur eine Form der Kommunikation oder eine Methode, um zu gemeinsamen Entscheidungen zu kommen. Dialog ist eine Haltung der Wachheit, Wertschätzung, Achtsamkeit, der aufmerksamen Wahrnehmung und liebevollen Hinwendung zum Dialogpartner. Mit einer solchen Haltung entsprechen wir unserem Auftrag, die Menschenliebe Gottes zu vergegenwärtigen. Diese Grundhaltung ist für das Gelingen unseres Dialog- und Gesprächsprozesses unverzichtbar.

2. Dialog heißt auf Gott und aufeinander hören:
Dialog bedarf der Kunst des rechten Hörens, der Fähigkeit, sich in die Gedanken und Argumente des Gesprächpartners hineinzuversetzen, die Dinge aus der Perspektive des anderen zu sehen, ja “in den Schuhen des anderen gehen zu lernen”. Das kann zur Folge haben, eigene Positionen zu hinterfragen und sie unter Umständen auch zu verändern. Wenn es uns gelingt, unseren Dialog- und Gesprächsprozess auf diese Weise zu gestalten, können wir neu erfahren, “Gemeinschaft im Glauben” zu sein, und die Tiefendimension des Dialogs, nämlich die Stimme Gottes, selbst zu vernehmen, neu zu entdecken.

3. Dialog ist ein zielgerichteter Gesprächsprozess, der ergebnisoffen, aber nicht ergebnislos ist:
Dialog darf keine Kosmetik sein, die Unbeweglichkeit kaschiert und sich in dem Gefühl erschöpft: “Schön, dass wir miteinander gesprochen haben.” Dialog muss eine klare Orientierung haben, die den rechten Weg der Kirche in die Zukunft als geistlichen Prozess im Blick hat und gezielt unterstützt. Dabei gilt es, im gemeinsamen Hören auf Gottes Wort konkrete und zukunftsweisende Antworten zu finden, wie wir das Evangelium hier und heute in dieser Welt leben und bezeugen können.

4. Dialog ist grundsätzlich offen für alle Themen:
Dialog darf nicht von vornherein auf bestimmte Themen beschränkt bleiben und auch nicht möglicherweise sensible Fragestellungen außer Acht lassen. Gleichwohl gilt es im Blick zu haben, dass er eingebunden ist in die Lehre und das Leben der Kirche und ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Dialog sollte nicht zu unrealistischen Erwartungen führen und darf die Teilnehmenden nicht überfordern.

Steile Vorlage. Ich assoziiere mit diesen Aussagen zwar nicht in erster Linie kirchliche Kommunikation, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Diese Maßstäbe sind auf jeden Fall ein sehr guter Ausgangspunkt für Dialogversuche. Machen wir 2012 den reality check. Da wird sicher nicht alles nur friedlich und harmonisch ablaufen, aber wenn wir die angeführten Vorgaben nicht völlig aus dem Blick verlieren, müsste doch ein besseres Verständnis füreinander entstehen und ein gemeinsamer Weg in die Zukunft erkennbar werden.

Im Neuen theologischen Wörterbuch von Herbert Vorgrimler lese ich ergänzend im Artikel Dialog:

Dialog (griechisch Gespräch, Zwiegespräch) ist ein philosophisch qualifizierter Begriff, der im engeren Sinn nicht ein Streitgespräch oder eine Disputation meint, sondern davon ausgeht, dass beide Partner akzeptieren und anstreben, voneinander lernen zu können und das Risiko der eigenen Veränderung einzugehen. Mit der Geschichtlichkeit der Wahrheit und dem Prozesscharakter der Wahrheitserkenntnis ist gegeben, dass es einen statischen, zeitlosen ‘Besitz’ der Wahrheit nicht gibt, dass vielmehr der Dialog ein wesentliches Konstitutiv der Wahrheitsfindung ist.

Das mit dem Prozesscharakter der Wahrheitsfindung könnte so ein Punkt sein, der evtl. manchen Dialogpartner überfordern könnte. Was machen wir dann? Ich hoffe, wir pflegen auch dann den achtsamen, aufmerksamen und wertschätzenden Umgang miteinander und versuchen gemeinsam auf Gott zu hören.

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OT: Verkehrserziehung

4. Januar 2012

Nein, das hat nichts mit Heft 5/11 der Katechetischen Blätter zu tun, in dem es um Freundschaft, Lust und Liebe ging und das ich in einer Korrigierpause durchgeblättert habe.

Nachdem ich für heute die Korrigiererei beende, habe ich mir einfach noch etwas Surfzeit gegönnt und bin auf einen kleinen, netten Film gestoßen, der geschickt die pädagogischen Möglichkeiten medialer Vermittlung aufzeigt.
Viel Vergnügen.

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Change For A Dollar

3. Januar 2012

Mit kleinen Schritten beginnen große Veränderungen.

 

Gefunden bei vox nova.

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Unboxing Nativity

24. Dezember 2011

“…der Dialogprozess, zu dem Herr Erzbischof Dr. Robert Zollitsch im Herbst letzten Jahres aufgerufen hat, soll als neuer, gemeinsamer und zielgerichteter Gesprächsprozess dazu beitragen, dass sich die Kirche auf die Menschen zubewegt und ihnen noch mehr [sic!] Weggefährtin ist.”

Mit diesem Zitat aus der ‘Einladung zum Dialog’ für die Schulleitungen, Schüler und Lehrer leite ich über zum – unkatholischen –  Beitrag The Beatbox Nativity. Hergestellt von Vicar Gavin Tyte, Uplyme Church, UK.

 

 

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Katholische Chemie

10. Dezember 2011

Wenn sich der Aggregatzustand eines Elementes verändert, also z.B. Wasser verdunstet, verliert sich dieses Element nicht. Es bleibt vorhanden. Und es ist zu erwarten, dass es sich in absehbarer Zeit neu „kondensiert“, in einer neuen Gestalt sich zurückmeldet.

Das, was unsere herkömmlichen Gemeinden religiös getragen hat, scheint derzeit zu verdunsten. Aber ist dann wirklich weg, was an Verlangen nach Gemeinschaft, nach Verlässlichkeit, nach Angenommen-Werden, nach der Möglichkeit, wirklich Anbetungswürdiges anbeten zu können, bislang vorhanden war? Ich meine: Nein.

Aber diese tragenden Grundkomponenten einer christlich-religiösen Existenz werden sich in einem anderen, veränderten „Aggregatzustand“ bemerkbar machen. Sie werden nach neuen Ausdrucksformen suchen.

Dieses Zitat stammt aus einem Vortrag, den Bischof Wanke vor etwa einem Jahr an der Katholischen Akademie Berlin gehalten hat. An manchen Orten scheint es mir inzwischen sehr trocken zu sein. Aber Advent ist – theologisch gesehen – immer auch ein bisschen das Aushalten von Wüste.

Den gesamten Wanke-Text und eine Reihe anderer interessanter PDF-Dateien gibt es auf der Download-Seite von KAMP. KAMP klingt besser als ‘Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral’. Ich weiß ja nicht, wer sich solche Stellenbezeichnungen ausdenkt. Für mich ist das ein typischer ‘Binnentitel’. Insider wissen, was gemeint ist und Outsider interessieren sowieso nicht.

Sehr gut gefällt mir, dass auf der KAMP-Seite auch der alte Briefkurs zum Glauben der katholischen Glaubensinformation (kgi) komplett zum Download bereit steht. Auch die anderen Texte sind in der Praxis gut verwertbar, besonders im Rahmen der Einheit ‘Kirche’ in der Kursstufe. Reinschauen lohnt sich.

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Einheitsübersetzung als App

8. Dezember 2011

Seit Montag gibt es die Einheitsübersetzung als App für iPhone, iPad und iPodTouch. Ich habe nur einen alten iPodTouch, habe mir das Teil aber trotzdem besorgt und angeschaut. Wer die App auf der Bibelwerk-Startseite sucht, muss schon genau hinschauen, so schön unauffällig wurde der Link platziert. Hier ist der direkte Link zur Seite der App.

Nach einigem Ausprobieren muss ich leider sagen: Ziemlich schwache Leistung, liebes Katholisches Bibelwerk.

Was gefällt mir nicht?

  • 12,99 Euro ist für eine App ein hoher Preis, da erwarte ich auch etwas sehr Gutes. Da der Inhalt ja fest steht und nicht neu geschrieben werden muss, sollte eigentlich alles Geld in die Entwicklung einer tollen App geflossen sein. Aber…
  • Wenn die App gestartet wird, erscheint ein Startbildschirm “Die Bibel wird geladen” …. und dann “Die Bibel – Einheitsübersetzung” …. und dann… hmmm. Dann darf man nochmal auf den Bildschirm tippen. Nichts. Nochmal. Nichts. Nochmal, da – wirklich: das Teil startet (nach einem Moment der Besinnung). Der Trick? Auf dem Startbildschirm muss man auf das Logo mit der Bohne dem Zweig dem abgerundeten Quadrat klicken, dann geht es weiter. So eine Art Suchbild. Interessantes Konzept, hat sonst keine meiner Apps. Katholisch sein, heißt ja manchmal umsonst zu warten und immer wieder erneut aktiv zu werden, damit etwas geschieht. Vielleicht war das die Vorgabe für die Entwickler?
  • Auf der Website steht: Markierungen und Kommentare setzen. Stimmt. Geht. Was nicht dabei steht: Geht nur Vers für Vers. Ich kann nicht auf einmal drei Verse markieren oder kommentieren.
  • Wenn ich mehrere Kommentare (die in der App als Notizen bezeichnet werden) gesetzt habe, kann ich sie nicht bequem durchblättern. Es gibt nur eine Übersicht, in der die kommentierten Bibelstellen aufgelistet werden. Wenn ich auf die Stelle klicke, kommt die Stelle (nicht der Kommentar). Um den Kommentar zu sehen, muss ich auf das Bleistift-Symbol klicken. Dann komme ich aber direkt in den Editiermodus dieses einen Kommentars. Ein schnelles Durchblättern der vorhandenen Kommentare finde ich sehr praktisch. Geht aber nicht. Die vorhandenen Navigationsmöglichkeiten sind ziemlich umständlich. Hat das keiner ausprobiert?
  • Bibelverse können laut Website auch per SMS oder Mail verschickt werden. Stimmt. Vers für Vers. Warum nicht nur Wort für Wort? Wäre. Doch. Auch. Eine. Nette. Möglichkeit. Eine ganze Perikope verschicken? Na wer will denn schon so etwas machen? Unfug.
  • Kommentare können überhaupt nicht verschickt werden. Hm. Wozu soll ich sie denn in dieser App speichern, wenn ich sie nicht mehr raus bekomme?

Ehrlich gesagt hätte ich mir deutlich mehr erwartet. Die ESV Study Bible habe ich auch als App (hier steht mehr darüber). Die leistet um Klassen mehr und kostet sogar einen Euro weniger. Vielleicht sollte man Bibel-Apps von Leuten entwickeln lassen, die damit schon etwas Erfahrung haben. Oder vorher potentielle Anwender fragen, was sie gerne hätten.

Die Lutherbibel habe ich schon länger als App installiert. Wenn ich mir deren Bedienungskonzept anschaue, würde ich es auch nicht unbedingt intuitiv benutzbar nennen. Aber sie startet wenigstens direkt. Kommentare lassen sich aufwendiger verwalten, aber verschicken habe ich auch nicht hinbekommen.

Die ESV App ist von der Funktionalität wesentlich besser ausgestattet, sie ist ein optischer Genuss und Teil eines Gesamtkonzepts zur Verbreitung dieser Bibelübersetzung.

Hoffentlich gibt es ja bald eine überarbeitete Version der Einheitsübersetzung-App…

 

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My Dad’s Car

17. November 2011

Vielleicht verstehen Männer die Gefühle des Vaters im Film besser.

Vielleicht erinnern sie sich an ihre eigene Kindheit, an Autofahrten, hinten auf der Rückbank.

Und vielleicht kommen dann all die anderen Erinnerungen leichter hoch: an Ausflüge, Urlaubsreisen, Einkaufsfahrten, Staus, an fröhliche und weniger fröhliche Erlebnisse in der eigenen Kindheit, an Gerüche und Geräusche. Eine Fahrt in die Vergangenheit…

 

Letztlich eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte der Liebe des Vaters zu seinem Sohn und der Liebe des Sohns zu seinem Vaters.

 

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